Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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22 06.06

Beweglichkeit der Kameraüberwachung

Von qx
Vermischtes, WM 2006 . 11:29 Uhr

Kamera Richtung Bolzstr

Nachdem ich ja schon einige Antworten zur Überwachung der Stuttgarter Innenstadt während der WM bekommen habe, hier noch eine Ergänzung:

…hatten Sie uns noch einmal auf die Kamera an der Bolzstraße erinnert. Inzwischen liegt uns eine weitere Stellungnahme der Landeshauptstadt Stuttgart vor. Das dortige Tiefbauamt hat bestätigt, dass es sich um eine Kamera zur Überwachung des Planietunnels sei, wie sie nach den Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln
vorgeschrieben sei. Die Bilder der Kamera laufen - wie die Aufnahmen anderer Kameras im Tunnel und an den Portalen - im Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums und in der meistens nicht besetzten Betriebszentrale des Planietunnels auf. Warum die Kamera in Richtung Bolzstraße geschwenkt war, konnte nicht geklärt werden. Manchmal würden die Kameras hin und hergeschwenkt, um die “Beweglichkeit” zu erhalten.

Wir halten also fest: Die Kameras am Rotebühlplatz wurden zur WM nicht wieder in Betrieb genommen. Es wurde lediglich vergessen die Plastiksäcke wieder anzubringen. Diese hatten seit 2003 die Kameras verhüllt. Der Landesbeauftragte für Datenschutz ging nach Informationen der Polizei davon aus, dass die Kameras sowieso abgebaut und eingelagert seien. Die Plastiksäcke werden bei nächster Gelegenheit, voraussichtlich nach der WM, wieder angebracht. Die Kamera am Tunnelausgang, welche Richtung Bolzstr. gedreht ist, wird seit gut drei Wochen (pünktlich zur WM) einem Beweglichkeitstest unterzogen. Das die aber mal nicht an ihrer neuen Position* festrostet! Und die nicht gekennzeichnete Kamera an der Dresdner Bank wird von der Polizei betrieben, ist schwenk- und zoombar, wird aber nicht gekennzeichnet, weil sie nur für die Dauer der WM aufgestellt wurde…
*Spätestens seit dem 7.6. ist die Kamera in dieser Position…

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3 Kommentare zu Beweglichkeit der Kameraüberwachung

#1 Herr S . 22.06.06 . 13:14 Uhr

Das hört sich doch alles sehr, sehr überzeugend an. Nun gut, mitunter geht man eben irrtümlich von was auch immer aus, vergisst auch mal dieses und jenes, und wo man nichts genaues nicht weiß, reicht es wenigstens zur Voraussicht. Wer braucht bei soviel Augenzwinkern noch einen drögen Datenschutzbeauftragten?

#2 Liamara . 22.06.06 . 13:48 Uhr

Ich hab das jetzt nicht alles so verfolgt, aber falls es noch nicht fiel, hier der Hinweis auf die BBA:

http://www.bigbrotherawards.de/

Es werden noch bis 31. Juli Nominierungen angenommen. Es lohnt sich, bei entsprechendem Interesse Mitglied im FOEBUD zu werden :)

#3 Frau Brezel . 22.06.06 . 22:08 Uhr

Mmmh… Rainald Goetz, seines Zeichens leicht abgedrehter (Bühnen-)Autor, hat sich einst, angesichts einer gegenüber seinem Wohnungsfenster eröffneten und ihm alleweil suspekten, Polizeiwache, zum Mittel der Gegenüberwachung entschlossen. Kurz: Er protokollierte fortan jeden Vorgang auf der Wache, tags sowohl als auch nachts, akribisch und schlaflos und legte alles in Tagebuchform nieder….

Vielleicht hülfe ja im Falle dieser mehrfach zitierten, zweifelhaften Stuttgarter Observationsapparate eine vis-á-vis montierte Videokamera (oder, falls das zu teuer käme, auch nur ein einfacher Haartrockner)… Oder so…

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