Von Der Flaneur
Vermischtes . 07:30 Uhr

Wer sich für die Rede von Daimler Betriebsrat und Stadtrat Tom Adler auf der Montagsdemo vom 08.02. interessiert:
http://www.youtube.com/watch?v=weAOvsz8leg
Von Nordrandbewohner
Sport . 07:23 Uhr
Nie wieder will ich das erleben. Nie wieder soll er über den Rasen des Neckarstadion des Gottlieb-Daimler-Stadion der Mercedes-Benz-Arena laufen und einen roten Brustring tragen.

Die Stimmen, die laut werden und seine Rückkehr fordern, will ich gar nicht wahrnehmen. Zugegeben, das ist intolerant.
Genau - und dazu stehe ich.
Alleine wenn ich an die vielen Tunnel denke. Immer wieder versucht er Gegenspieler zu tunneln, wohlwissend dass er dadurch bei seinem Gegenüber einen Gemütszustand hervorruft, der sicherlich nicht ein fröhlicher zu nennen ist. Und die hohen Kosten die durch Stuttgart 22 verursacht werden, die jährlichen Aufwendungen werden auf 3,5 bis 4 Mio Euro geschätzt und das bei Bier- und Bratwurstpreisen, die nebenan im Robert-Schlienz-Stadion deutlich niedriger sind. Als Stuttgart 22 im Jahre 2005 von uns ging, dachte niemand daran, dass uns bei einem Geldbetrag von damals fast 7 Mio Euro jemals die Rückkehr droht.
Diejenigen, die für die Förderung der Nachwuchsspieler sind, die eine Chance für Schieber und andere fordern, die nennt ihr Gegner! Und diejenigen, die Millionen für etwas ausgeben wollen, was niemand mehr wiederhaben will, die nennt ihr Befürworter.
Ich fordere deshalb: Nein zu Stuttgart 22!
Und jetzt noch ein bisschen auf einem Bein hüpfen, laut “ihr werdet nie Deutscher Meister” rufen und natürlich eine Chance ohne Vorlage versemmeln. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Kriegsrhetorik!
Von Leisetreter
Politik . 21:50 Uhr
@ Copywriter
“wenn Skandal-schreien angesagt ist” ? Bitte?
Wo schrieb ich denn, dass der Gründungszuschuss einklagbar ist? Und wo schrieb ich vom Alg I?
Die Aussage der Sachbearbeiterin “Den Gründungszuschuss gibt es NICHT!” ist nicht richtig, ich habe schriftliche Infos vom BM für Arbeit, der Beratungsstelle BeFF und ein paar Downloads zum Thema.
Wenn Du richtig gelesen hättest, würde Dir auffallen, dass es der Frau hier nicht um das Einklagen dieses Zuschusses geht, sondern um die stinknormalen Leistungen. Sie lebt ja schließlich nicht vom Gründungszuschuss, denn der ist ja zweckgebunden für alles “was die Selbständigkeit ermöglicht und für die Gründung notwendig ist.”
Nun gut, Du findest es in Ordnung, wenn Menschen, die bereits einen Arbeitsplatz haben, nämlich ihren eigenen, selbst gegründeten und in der Startphase sind, wie Dreck behandelt werden. Diese Ansicht steht Dir natürlich zu, dies ist ein freies Land.
Ich hoffe nur für Dich, dass Du nicht der überheblichen Meinung anhängst “Mir passiert das nicht!” - und -bums- bist auch Du arbeitslos! Das geht heute schneller als man denkt - die Kurzarbeit läuft ja in diesem Jahr aus…
Ja, ich stehe dazu: Es ist ein Skandal, wie mit Gründern aus dem Alg II umgegangen wird!
Und, leider, sind es nicht diese Gründer, die “Skandal” schreien, sondern Leute wie ich - und leider nicht wie Du.
Die JobCenter-Kunden, die auch in dieser Situation sind, die sind viel zu fertig, um noch zu “schreien”.
Mittlerweile bin ich ja schon ein ziemlich guter Rechercheur im Internet und wenn nur die Hälfte der Berichte von Alg II-Gründern hier stimmen - dann gute Nacht! Dieser Staat mit diesen Strukturen hat keinen Respekt mehr vor seinen Bürgern.
Was rede ich - Stuttgart 21 gehört doch genau in diese Schublade.
Aber das, lieber Copywriter, ist sicher auch kein Skandal, nicht wahr?
Jetzt kommt’s mir: Du bist ein Mitarbeiter des Stuttgarter JobCenters, stimmt’s? Mensch, oute Dich doch, wir hauen auch nicht! Du bist es bestimmt nicht gewesen, es sind immer bloß die anderen…
Oder, nein, noch besser: Du bist Bauarbeiter bei Stuttgart 21 und weisst sicher, dass Du die nächsten 10,12 Jahre ganz sicher einen Job hast.
Na dann, hoch die Schaufel!
Äh, die Frau mit den zwei Kindern, da hinten unter dem Baum links, ja, mit den Plastiktüten, die vertreibst Du dort nicht, ja? Danke!
Gute Nacht, Stuttgarter, wo immer Ihr auch seid.
Der Leisetreter
Von Leisetreter
Vermischtes . 13:28 Uhr
@LM: Leider kann davon keine Rede sein, dass die Frau es “geschafft” hat. Im Gegenteil: Das Amt “schafft” sie!
Sie hat Praxisräume gefunden, die sie jetzt bezahlen müsste - aber da sie ja für Februar 2010 schon wieder keine Leistungen erhalten hat - wie soll sie denn nun diese Miete bezahlen? (Wenn sie schon nicht einmal ihre privaten Kosten und die ihrer Kinder bestreiten kann)
Außerdem muss sie ja auch noch minimales Mobiliar anschaffen: Zwei Stühle, abschließbarer Schrank. (Sie tritt in eine Praxisgemeinschaft ein, es ist also eine Ausstattung vorhanden, bis auf oben genannte Gegenstände.)
@nick: Ich gebe Dir vollkommen Recht, das bedingungslose Grundeinkommen würde ihr natürlich nutzen! Nur das Grundeinkommen gibt es leider nicht - und darum geht es mir. Akut jetzt in dieser Notsituation, herbeigeführt vom Job Center, hilft leider der Gedanke an das Grundeinkommen nicht. Das meinte ich.
Aber bitte verstehe mich richtig: Ich bin in jedem Fall FÜR ein bedingungsloses Grundeinkommen!
ich hatte das Glück, noch einen der Stehplätze in der Kirche am Feuersee zu ergattern und konnte den Unternehmer Götz Werner zu dem Thema sprechen hören. Ich wusste bis dahin noch nicht sehr viel über das Thema, habe mir den Vortrag angehört und dann angefangen, mich in die Materie einzulesen und mich zu informieren.
Meine Meinung: Eine sehr gute UND MACHBARE Sache.
Ich bin ja auch deshalb mit dem Fall dieser Frau ins Internet gegangen, weil ich will, dass so etwas öffentlich wird.
Wenn ich dieser Tage schon wieder das Gerede von Roland Koch höre (”Verschärfen, verschärfen”), dann könnte ich…
Wenn tatsächlich im großen Stil bekannt würde, was allein hier in Stuttgart, allein bei dieser einen Person, alles schief läuft in den Job Centern, dann wäre das mehr als Munition für eine Änderung von Hartz IV.
Stuttgart ist eine reiche, immer noch reiche Stadt und da Hartz IV nun eine Kombi aus Sozialhilfe und Arbeitslosenunterstützung ist, muss sich die Stadt Stuttgart fragen lassen, wie sie mit ihren Bürgern umgeht.
Denn was soll ich davon halten, dass jetzt wieder keine Leistungen ausbezahlt wurden? Meiner Ansicht nach gibt es doch nur noch zwei Möglichkeiten:
1. Die Frau hat sich im letzten Jahr mittels Anwalt gewehrt und soll nun, ich nenne es mal “fertiggemacht” werden - ist das dann Amtsmissbrauch (oder Rechtsbeugung)?
2. Es ist politischer Wille der Stadt- und Landesregierung (usw.), dass sich Hartz IV-Empfänger gar nicht selbständig machen sollen -
denn, noch ein kleines Detail aus dem Fall: Es gibt in den Job Centern gar keine Strukturen, die die Beratung und Bearbeitung von Gründern aus Hartz IV leisten könnten. (Dies sind Aussagen der Sachbearbeiterin A.H. des Job Centers Stuttgart Süd selbst!)
Auch wurde der Frau von der Sachbearbeiterin A. H. im letzten Jahr entschieden mitgeteilt: “Den Gründungszuschuss von max. 5000 € gibt es nicht!”
Und auch die Beraterin bei der Firma e. sagte der Frau: “Wir sind angehalten, keine Businesspläne mehr rauszugeben, die mit dem Gründungszuschuss gerechnet sind.”
Tatsache ist aber, dass es diesen Gründungszuschuss gibt und er auch z. B. von einem Stuttgarter RA erfolgreich eingeklagt wurde - aber eben eingeklagt, von selbst gab es den auch dort nicht.
Meine wohl berechtigte Frage:
WER hat hier die POLITISCHE Weisung ausgegeben, dass diese Gelder NICHT ausgezahlt werden sollen???
Und WARUM?
Es ist nämlich schon einigermaßen bemerkenswert, dass dieser Gründungszuschuss auf den Internetseiten des BM für Arbeit beschrieben wird, also, wir reden hier von Informationen unserer Bundesregierung, ABER hier in Stuttgart wird dieser Zuschuss den potenziellen Gründern vorenthalten - und zwar mit allen Mitteln.
Ich möchte in diesem Zusammenhang noch auf eine sehr lesenswerte Studie hinweisen, die die Hans-Böckler-Stiftung 2008 in Auftrag gegeben hat: “Hartz IV in Baden-Württemberg. Die Erfahrungen der Betroffenen mit der Umsetzung und den Auswirkungen des SGB II”
Unter der Autorin Anne Ames kann man sich diese Studie übrigens herunterladen.
Es ist doch ein Skandal, was allein bei dieser einen Frau alles verkehrt lief, wie diese eine “Kundin” behandelt wurde - wie ergeht es all den anderen, die sich nicht trauen, Widersprüche einzulegen und einen Anwalt zu beauftragen?
Der ständig drohende Unterton, die potenzielle Kriminalisierung…Menschen, die man wie Dreck behandelt, werden irgendwann Widerstand leisten - oder aufgeben. Beides können wir uns nicht leisten.
Wenn dieser Staat, diese Stadt nicht gewillt ist, die minimalste Grundversorgung seiner Bürger zu leisten, ich glaube, dann brauchen WIR Bürger diesen Staat und diese Stadt nicht mehr - mit diesen Regierenden.
Und Hundehäufchen auf der Straße sind natürlich nicht der Weltuntergang, aber auch da geht es um die Haltung: “Was geht es mich an…” Eben, es geht uns alle an, wenn wir wollen, dass wir ein lebenswertes, sauberes Stuttgart haben wollen und es geht uns alle an, wenn hier Alg-II-Empfänger, die ihren zukünftigen Job praktisch schon mitbringen, sich aber einfach in einer Notlage befinden, so dermaßen fertiggemacht werden. Es geht uns alle an!
Von Dr.D.
Stuttgart 21 . 21:01 Uhr
Diejenigen, die
den Schlossgarten durchgehend behalten wollen, besonders am Banhof, wo täglich hunderte ausruhen, Fußball, Frisbee, Federball spielen, Hunde ausführen, mit Kindern spazierengehen …
das Wahrzeichen der Stadt und ein weltweit beachtetes Kulturdenkmal in Gänze erhalten wollen
weiterhin oberirdisch in die teilweise immer noch schöne Stadt einfahren wollen
mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Tübingen, Ulm, Aalen, Murrhardt, Rottweil und vielen anderen Orten des Umlandes täglich oder gelegentlich nach Stuttgart fahren und dies weiterhin tun wollen
das viele Geld, das in eine große Baugrube versenkt werden soll, lieber für marode Schulhäuser, zusätzliche Lehrer und Pflegekräfte, die Förderung von Kultur, den weiteren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und viele andere schöne Dinge verwenden würden
die nennen sie Gegner.
Diejenigen, die
die Meinung der Mehrheit mit Füßen treten und damit die Demokratie
Bahnfahrgäste 40 km durch die Röhre schicken wollen und selber Auto fahren
Kulturdenkmale abreißen und verfallen lassen, die fachkundige Meinung von Architekten und Denkmalpflegern weltweit in den Wind schlagen
Milliardensummen in ein Prestigeprojekt pumpen wegen zwielichtiger Gewinne
die nennen sie Befürworter.
deshalb: Bahnhof und Park schützen!